Liz Schick

TACKERS Ski Camp Organisatorin und Organspende Empfängerin:

Liz Schick

Mit ihren eigenen Worten erzählt sie ihre Geschichte, wie sie mit ihrer lebensrettenden Organtransplantation konfrontiert wurde und jetzt ihre Erfahrungen nutzt um Kindern bei ihrem Neustart ins Leben zu helfen.

“Dem Tod ins Auge geblickt zu haben gibt dir ein unheimliches Gefühl von Freiheit“ sagt Liz. „Seit diesem Augenblick machst du das Beste aus jedem Moment und dieses Gefühl hält bis heute an“.

1997 sah ihr Leben ganz anders aus. Liz, Mutter von Zoé (6) und James (8) hatte gerade erfahren das ihre Leber sehr schnell ihre Funktionen aufgab.

Über Nacht änderte sich ihr Leben dramatisch. „Am Vortag rannte ich noch acht Kilometer im Hyde Park, nun lag ich da, hatte gerade einen CAT-Scan und musste mir sagen lassen, dass ich mich in einer lebensbedrohlichen Situation befand.“

Ursprünglich hatten die Ärzte eine falsche Diagnose gestellt, doch schlussendlich war klar das Liz eine Lebertransplantation brauchte. Dringend!

„Bei mir ging das Licht aus: Mein Leben änderte sich über Nacht. Niemand konnte verstehen wie ich so voller Energie und Leben war und am nächsten Tag eine Transplatation benötigte. Zoe fragte meine Mutter: Mama wir doch nicht sterben, oder?

Meine Kinder stärkten meinen Überlebenswillen. Der einzige Platz an dem ich mich sicher fühlte, war an ihre Seite gekuschelt. Der Gedanke, dass jemand Anderes sie gross ziehen würde, oder dass ich nicht für sie da sein könnte, war unerträglich.

Ich hatte Glück… Meine Operation war erfolgreich und ich bin heute lebendiges Beispiel einer Langzeit-Überlebenden. Diese Erfahrung möchte ich nun an Kinder weitergeben, möchte ihnen zeigen, dass man nach einer Transplantation ein aktives Leben führen kann und durchaus in die Zukunft schauen kann. Ich möchte, dass das, was mir passiert ist, einer guten Sache dient!“

Für die Kinder ist Liz das Licht im Tunnel. Sie hat TACKERS von Grund auf als gemeinnütziges Abenteuer-Camp für Kinder mit Organtransplantationen aufgebaut. Für viele Kinder ist es das erste Mal, dass sie sich wieder getrauen zu rennen und zu toben, wie ein normales Kind zu spielen und Spass zu haben. Manchmal ist es auch die Chance, den überschwänglich beschützenden Armen Ihrer Eltern und dem dauernden Kampf nach langfristiger Gesundheit einmal, wenn auch nur für kurze Zeit, zu entkommen.

„Früher glaubte ich immer nach einer Transplantation sei man `geheilt`. Aber die Operation ist nur der Beginn eines lebenslangen Kampfes mit vielen Medikamenten um das neue Organ gesund zu erhalten“ sagt Liz. „Für Kinder ist es am schlimmsten sich an das neue Leben zu gewöhnen. Wir zeigen ihnen, dass es ein `Leben danach` durchaus gibt, dass es sich lohnt zu träumen und das man sich Ziele stecken kann. Ich habe zum Beispiel an einer von Roche gesponsorten Besteigung des Kilimanjaro teilgenommen. Ich hatte immer das Gefühl das mein Körper mich betrogen hatte als ich krank wurde, aber als wir auf dem Gipfel ankamen schlossen wir wieder Frieden, auf 5895m.ü.M.!!!

Ich ermutige die Kinder bei TACKERS wieder zu träumen und auch zu versuchen, diese Träume zu verwirklichen. Wir alle brauchen Ziele, und vom Kilimanjaro einmal abgesehen war Tackers mein Traum…. und eigentlich stehen wir gar nicht mal so schlecht da, oder?“

Nichts im Leben ist einfach. Liz kombiniert die Leitung ihres Geschäftes mit dem alltäglichen Familienleben und der dauernden Suche nach Unterstützung und Sponsoren – wie z.B. Roche – um die Zukunft von TACKERS zu gewährleisten. Darüberhinaus hält sie Kontakt mit vielen Kindern und ihren Familien die das Camp besuchten, tauscht Erfahrungen aus und vermittelt und entwickelt Ideen.

„Wenn ich zurückblicke, kann ich mit Gewissheit sagen, dass man nie weiss, was das Leben im nächsten Moment zu bieten hat – komisch, aber ich bedaure es bis heute nicht, krank geworden zu sein, es hat mich zu viel gelehrt! Ich glaube fest daran, ein Minus in ein Plus verwandeln zu können. Das Leben ist zum Leben da und nicht zum Angst haben. Es liegt in einem selbst, das Meiste daraus zu machen.

Wenn ich gefragt werde, wer mein Spender war, sage ich er war und ist mein bester Freund. Wir haben zusammen den Kilimanjaro bestiegen und ich fühle mich manchmal in seiner Schuld; aber dann bin ich stolz über alles was wir bis heute zusammen geschafft haben.

Die grösste Belohnung überhaupt ist es, die Kinder im TACKERS Camp aufblühen zu sehen. Die Kinder entwickeln und verändern sich im Verlaufe einer Woche in einem enormen Tempo. Sie verlassen uns als andere Personen als sie kamen, voller Zuversicht.“

This is also available in: Englisch, Französisch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *